Der Weg zum perfekten Content-Marketing

Zusammenfassung

Content-Marketing rückt immer mehr in den Fokus der Unternehmer. Auf interessante und fesselnde Inhalte legt nicht nur Google wert – auch in der Kundenbindung können sie Ihnen weiterhelfen. Daher wird sich dieser Beitrag dem Content-Marketing widmen und Ihnen erklären, wie Sie von der Analyse über die Produktion zum Content-Management gelangen. Dabei werden Ihnen Tipps gegeben, wie Sie schnell erfolgreichen Content produzieren können.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen 😉

Die Analyse

Eine Analyse der Seite

Viele Texter vergessen, dass Werbetexten nichts mit Content zu tun hat. Niemand sucht nach Werbetexten, warum sollten wir das auch? Wir werden täglich mit tausenden von Reizen kontaktiert, daher blenden wir sie aus. Content soll jedoch die Zielgruppe binden und fesseln. Daher müssen Sie Ihre Zielgruppe kennen. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wer liest meine Inhalte?
  • Was interessiert diese Zielgruppe?
  • Sprechen Sie Ihre Zielgruppe mit „Du“ oder „Sie“ an?
  • Sind bereits Inhalte vorhanden?
  • Wer verfasst unsere Inhalte

Erstellen Sie eine Persona. Das sind Karten auf denen Ihre Zielgruppe mit Namen, Hobbies, Interessen, etc. beschrieben ist. Diese helfen ungemein, denn Sie sehen sofort für wen Sie diese Inhalte verfassen.

Nun sollten Sie Ihre Mitbewerber analysieren.

  • Bringen diese bereits Inhalte heraus?
  • Zu welchem Thema wird dieser Content verfasst?
  • In welchem Abstand wird dieser publiziert?
  • Sind die Inhalte neu oder von anderen abgeschrieben?

Nachdem Sie eine interne und externe Analyse erstellt haben, sollten Sie diese zusammenführen und eine SWOT-Analyse erstellen. Diese hilft, Ihre Möglichkeiten objektiv einzuschätzen und ein Alleinstellungsmerkmal für Ihre Inhalte zu definieren. So kann Ihr Mitbewerber klasse Inhalte über das Streichen von Wänden verfügen aber im Tapezieren unterrepräsentiert sein. Das ist Ihre Chance!

 

Strategie

Wie immer im Berufsleben sollte man nichts ohne einen Plan beginnen. Wenn Sie anfangen ohne eine ausgetüftelte Strategie Inhalte zu produzieren, werden zum einen Ihnen schnell die Themen ausgehen und zum anderen werden Sie kein erkennbares Konzept besitzen. Insbesondere, wenn Sie Vorhaben in einem regelmäßigen Zeitabstand Content zu produzieren ist ein Plan unabdingbar. 

Nachdem Sie also eine Customer Buyer Persona erstellt haben und nun sehen welche Probleme den Kunden beschäftigen, sollten Sie sich Lösungsmöglichkeiten dafür überlegen. Alternativ können Sie natürlich auch Inhalte von Ihren Wettbewerbern abschreiben. Sie sollten jedoch die Texte umformulieren, da Google double Content abstraft. Das ist eine zeitsparende Möglichkeit der Content-Beschaffung. Jedoch sollten Sie nicht vergessen, dass mit abgeschrieben Content Sie kein Alleinstellungsmerkmal aufbauen werden. Eigene Inhalte müssen also sein!

Coca-Cola entwickelte für Ihre Content-Planung das 70/20/10 Modell. 70% des Contents sollen erprobter und etablierte Inhalte sein. 20% sollen sich der Weiterentwicklung von bestehenden Inhalten widmen und 10% sollen experimenteller Inhalt sein. Sie sollten regelmäßig mit Google Analytics überprüfen, welcher Content lang und gerne gelesen wird und welcher nicht. Dementsprechend passen Sie Ihre Redaktion an.

Content-Produktion

Die Produktion von Content ist ein spezielles Thema. Hierbei handelt es sich nicht darum, wie die Inhalte produziert werden, sondern welche. Mirko Lange von talkabout erstellte hierfür zwei Modelle. Das FISH-Modell und den Content-Radar. Da wir unsere Inhalte ähnlich produzieren, werden diese nun erläutert.

Fish

FISH ist ein Akronym für Follow-, Inbound-, Search and Sales- und Highlight-Content. Dabei soll jeder Inhalt einen bestimmten Zweck erfüllen. So ist der Follow-Content dafür zuständig auffallende, kurze und prägnante Inhalte zu präsentieren. Insbesondere in den sozialen Medien findet man diese Art der Kommunikation, da sie auffallend ist.

Der Inbound-Content ist aufwendiger und exklusiver Content, mit hohem Nutzen für die Leserschaft. In der Regel wird darüber Wissen verbreitet. Bei diesem Beitrag handelt es sich um Inbound-Content. Alternativ können aber auch Videos oder Whitepaper benutzt werden.

Search and Sales-Content ist eine Art von FAQ. Dabei werden Fragen beantwortet die vorher recherchiert wurden. Vor dem Hintergrund, dass Amazons Alexa aber auch andere Sprachcomputer den Markt erobern, sollte diese Art von Content stärker in Ihr Sichtfeld rücken. Denn Sprachcomputern werden hauptsächlich Fragen gestellt:

  • Wie ist das Wetter?
  • Was kann ich heute kochen?
  • Welches Wasser ist das beste?

Ich glaube, Sie begreifen worauf das hinausläuft.

Abschließend ist der Highlight-Content zu erwähnen. Dieser hat als Ziel Aufmerksamkeit zu erregen. Meist sind das Kurzfilme, die so gestaltet, dass sie oft geteilt werden. Denken wir an die Edeka-Werbung mit dem alten Herrn, der seine Familie sehen wollte. Die Werbung wurde auf YouTube bis heute über 59 Millionen Mal angeschaut und ist wohl das beste Beispiel für Highlight-Content.

Content-Radar

Kommen wir zum Content-Radar. Dieses unterteilt die Inhalte nach Funktional, Tiefgründig, Emotional und Vordergründig. Je nach Art des Unternehmens, dass sie repräsentieren, sollten Sie einen USP in einem der Bereiche sich erarbeiten. Je weiter Sie sich vom Mittelpunkt entfernen, desto stärker sind Sie darin vertreten. Dabei bildet der erste Ring eine Me-too Rolle ab. Diese Inhalte werden vor allem bei der Konkurrenz abgeschrieben und bilden die breite Basis der Inhalte einer Website. Der zweite Ring zeigt die überdurchschnittliche und der dritte die führenden Inhalte. Bis man beim äußeren Ring angelangt ist, dauert es gewöhnlich sehr lange und das Unternehmen muss führend zumindest mit Wissen in der Branche sein.

Beide Modelle lassen sich miteinander verbinden.  

Redaktionsplan

Ebenfalls sollte ein Redaktionsplan erstellt werden. Dieser könnte so aussehen:

FISH

Welches Ziel verfolgt der Inhalt?

Content Radar

In welches der Felder passt der Inhalt?

Format

Video, Text…

Keyword

Was sind die Schlüsselwörter?

Titel

Welcher Titel soll in den Suchergebnissen angezeigt werden?

URL

Welche URL soll genutzt werden?

Snippet

Welcher Text soll im Google Snippet angezeigt werden?

Bildsprache

Welche Bilder sollen verwendet werden?

Social-Media-Text

Welcher Text soll im Social-Media benutzt werden?

Kategorie

Welcher Kategorie und Schlagwörtern soll der Text auf der Seite zugeordnet werden?

Interne Bezüge

Hier sollte bewusst Links auf weiterführende Inhalte auf der eigenen Seite geplant werden, damit der Nutzer tiefergehende Inhalte findet.

Externe Links

Hier kann auf weitergehende externe Inhalte verwiesen werden.

Weiterverwendung

Vielleicht kann das Thema in einem Podcast aufgegriffen werden oder es handelt sich um ein saisonales, welches jedes Jahr aufs Neue veröffentlicht werden kann.

 

Das Content-Management

Kommen wir also zum letzten Punkt.

Die veröffentlichten Inhalte müssen regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert werden. Zusätzlich sollte ein Freigabeprozess eingeführt werden. Damit können Rechtschreibfehler oder schlechte Formulierungen vermieden werden. Außerdem können so kritische Inhalte frühzeitig erkannt werden, damit kein Shitstorm entsteht – wir denken dabei an H&M…

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2018-04-25T18:15:43+00:00April 25th, 2018|Marketing|0 Kommentare
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